Kurz gesagt: Das NH35 ist das zuverlässige Arbeitspferd mit Datum, das NH38 ergänzt ein offenes Herz, das NH72 zeigt das ganze Werk, das VK63 ist ein Chronograph mit echtem Zeigersprung, und das Miyota 8285 bringt den Wochentag zum Datum. Alle außer dem VK63 sind Automatikwerke.
Wenn du dir eine Uhr nach Maß zusammenstellst, ist das Uhrwerk die einzige Entscheidung, die du später nicht mehr änderst, ohne die Uhr zu zerlegen. Zifferblatt und Armband tauschst du in fünf Minuten — das Werk nicht. Es lohnt sich also zu verstehen, was die fünf in der Praxis bedeuten.
Seiko NH35 — die Standardwahl
Das NH35 ist ein Automatikwerk mit 24 Steinen und Datum. Es zieht sich durch die Bewegung des Handgelenks auf, lässt sich aber auch von Hand über die Krone aufziehen — was viele Automatikwerke dieser Preisklasse nicht können. Es hat außerdem eine Sekundenstoppfunktion: Ziehst du die Krone ganz heraus, bleibt der Sekundenzeiger stehen und du stellst die Uhr sekundengenau.
Wenn du nicht weißt, was du willst, willst du dieses. Es ist das verbreitetste Automatikwerk seiner Klasse, gerade weil es sich überall warten lässt und seine Teile nicht exotisch sind.
Seiko NH38 — das offene Herz
Das NH38 ist dasselbe Werk wie das NH35, nur ohne Datumsscheibe. Stattdessen trägt das Zifferblatt eine Öffnung, durch die die schwingende Unruh sichtbar wird — das meint man mit Open Heart. Wenn dich das Datum auf dem Zifferblatt stört und du lieber siehst, wie die Uhr arbeitet, ist das NH38 die richtige Wahl.
Seiko NH72 — das Skelett
Das NH72 geht weiter: Das Zifferblatt ist geöffnet, sodass das gesamte Werk sichtbar ist — von vorn und durch den Glasboden. Technisch ist es das NH35 ohne Datum. Diese Uhr kauft man, weil man die Mechanik ansehen will, nicht weil man die Uhrzeit braucht.
Eine praktische Anmerkung: Skelettzifferblätter sind bei schlechtem Licht schwerer abzulesen, weil die Zeiger vor dem Werk dahinter verschwimmen. Das ist ein bewusster Kompromiss.
Seiko VK63 — der Chronograph
Das VK63 ist ein Meca-Quarzwerk: Die Zeit läuft über eine Batterie, die Stoppfunktion ist mechanisch. Auf Knopfdruck startet der Chronographenzeiger sofort, und beim Zurücksetzen springt er in einer Bewegung auf null — genau wie bei einem mechanischen Chronographen, ohne dessen Preis. Und es geht genauer als jedes Automatikwerk auf dieser Liste.
Der Kompromiss: Die Batterie muss gelegentlich gewechselt werden, und das Werk zieht sich nicht selbst auf.
Miyota 8285 — Tag und Datum
Das Miyota 8285 ist ein japanisches Automatikwerk, das neben dem Datum auch den Wochentag anzeigt. Wer täglich eine Uhr ins Büro trägt, hat damit die einzige Komplikation mit echtem Alltagsnutzen. Wir verbauen es in der Daylux-Familie.
Im Vergleich
| Uhrwerk | Art | Zeigt | Was du siehst |
|---|---|---|---|
| Seiko NH35 | Automatik | Stunden, Minuten, Sekunden, Datum | geschlossenes Zifferblatt |
| Seiko NH38 | Automatik | Stunden, Minuten, Sekunden | offenes Herz |
| Seiko NH72 | Automatik | Stunden, Minuten, Sekunden | ganzes Werk (Skelett) |
| Seiko VK63 | Meca-Quarz | Zeit + Stoppuhr | drei Totalisatoren |
| Miyota 8285 | Automatik | Stunden, Minuten, Sekunden, Tag, Datum | geschlossenes Zifferblatt |
Jede unserer Uhren hat ein Gehäuse aus 316L-Edelstahl und Saphirglas, unabhängig vom Werk. Auf jede geben wir zwei Jahre Garantie.
Also — welches?
Trägst du täglich eine Uhr und soll sie einfach funktionieren: NH35. Interessiert dich die Mechanik: NH38 oder NH72. Stoppst du Zeiten oder gefällt dir die Optik dreier Totalisatoren: VK63. Willst du Tag und Datum: Miyota 8285.
Der Handgelenk-Größenratgeber deckt die andere Hälfte der Entscheidung ab — wie groß die Uhr sein soll.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Gangreserve dieser Werke?
Bei den Seiko-Automatikwerken (NH35, NH38, NH72) rund 41 Stunden, beim Miyota 8285 etwa 42 Stunden. Die Uhr läuft also nach dem Ablegen noch etwa anderthalb Tage weiter.
Muss ich eine Automatikuhr aufziehen?
Nicht, wenn du sie täglich trägst — die Bewegung des Handgelenks zieht sie auf. Liegt sie ein paar Tage, bleibt sie stehen; dann ziehst du sie über die Krone von Hand auf und stellst die Zeit neu.
Ist ein Quarzwerk schlechter als ein Automatikwerk?
Es ist nicht schlechter, sondern anders. Quarz geht genauer und braucht keinen Aufzug; ein Automatikwerk hat keine Batterie und ist interessanter anzusehen. Das VK63 in unseren Chronographen verbindet beides.
Kann das Uhrwerk später getauscht werden?
Technisch ja, aber dafür müsste ein Uhrmacher die Uhr zerlegen, was sich in dieser Preisklasse selten lohnt. Wähle das Werk also jetzt — das Armband kannst du jederzeit wechseln.